Splitter und News aus dem Club

von d.domazer am Do, 01.11.2018 - 21:58

Kaum sind wir mit Sack und Pack in unser Winterquartier umgezogen, der Sporthalle in der Lessingstrasse, kommt der Sommer zurück. Strahlender Sonnenschein und weit über 20 Grad Celsius. Plus wohlgemerkt, was uns veranlasste, unsere Mitgliederversammlung auf der Freianlage zu veranstalten. Ob dieser äußeren Umstände hatten wir vergessen, dass es früher dunkel wird. Unter Zuhilfenahme  auch von Handys konnte die Versammlung dennoch zu Ende geführt werden. Nicht ganz unschuldig daran war und das zu meiner Freude die lebhafte Beteiligung und Diskussion unserer Mitglieder an und zu den Sachthemen der Tagesordnung. Der Vorstand wurde entlastet und in seinen Funktionen bestätigt. Alfred Grzondziel wurde als Präsident des BSC BB Berlin bestätigt. Neu ist Rainer Wagnitz als Vizepräsident des Clubs und die Beisitzer Irene Abel und Carsten Otto. Auch die Jugendsprecherin bzw. der Jugendsprecher, beide neu in dieser Funktion, wurden gewählt. Alle Bestätigten und Gewählten nahmen die Wahl an.

Irene AbelIrene Abel, vor wenigen Wochen erst offiziell vom Club in den Ruhestand verabschiedet, weil Sie durch Erreichen der Altersgrenze ihre Tätigkeit am SFO Berlin beendete. Dort fand auch eine von ehemaligen und aktiven Sportlern organisierte Feier aus Anlass ihrer Verabschiedung statt. Viele aus diesem Kreis, Offizielle des SFO, Weggefährten und Freunde waren aus diesem Grund erschienen. Ganz verborgen war die Vorbereitung natürlich nicht geblieben aber der Film, der auch zur Aufführung gebracht wurde und in dem sich ihre Sportler an viele Dinge und Ereignisse mit ihr erinnerten, war dann doch eine Überraschung. Über die im Abspann angehängten Take Offs konnte herzlich gelacht werden. Die Worte Altersgrenze und Ruhestand mit Irene Abel in Verbindung zu bringen fällt wohl nicht nur mir schwer daher ist es umso erfreulicher, dass sie dem Club in verschiedener Hinsicht mit Rat und Tat erhalten bleiben wird.

Sportlich gibt es auch noch Berichtens wertes. Lisa Unruh nahm zum zweiten Mal nach Lausanne (2014)  diesmal in Samsun (Türkei) an einem Weltcupfinale teil. Was ist das Weltcupfinale? Die Besten 7 einer Weltcupsaison und ein Vertreter des Gastgeberlandes schiessen den Gewinner des Finals aus und das in 4 Kategorien (Compound Damen/Herren und Recurve Damen/Herren). Jeder Gewinner eines Einzelweltcups (4) und die 3, die auf der Tour am meisten Punkte gesammelt haben sind qualifiziert. Sollte sich unter diesen ein Starter des Gastgeberlandes befinden, so wird zusätzlich noch ein Athlet der Gastgeber gesetzt. Nummer 1 und 2 der Setzliste bekommen ab diesem Jahr ihre Gegner für die Erstrundenbegegnungen zugelost. Lisa bekam es in ihrem Erstrundenmatch zum wiederholten Male mit Tan-Ya-Ting aus Taiwan zu tun und konnte auch diesmal überzeugen (7:3). Im Halbfinale traf sie auf Lee Eun Gyeong aus Südkorea, die bereits in Berlin ihre Gegnerin im Finale beim Heimweltcup war. Anders als in Berlin gestaltete sie das Match diesmal enger. Führung für die Südkoreanerin, Ausgleich und 4:2 Führung für Lisa.Lisa Unruh Jetzt besann sich die Koreanerin bei z.T. schlechten äußeren Bedingungen und drehte das Match noch zum 6:4. Kleines Finale und die Gegnerin hieß Deepika Kumari (Indien).Ein sehr ausgeglichenes Match das letztlich durch einen Stechpfeil entschieden wurde. Beide schossen eine 9, die der Inderin war etwas besser und damit Platz 4 (im damaligen Weltcupfinale in Lausanne Platz 6) im Konzert der Besten der Welt. Lisa zeigte sich mit den Matches und ihren Ergebnissen zufrieden, wenngleich sie anmerkte, dass Deepika einen kleinen Vorteil hatte, weil sie kurz vor dem Match bereits auf der Anlage in ihrem Halbfinalmatch geschossen hatte und sich so etwas besser auf die widrigen Witterungsbedingungen einstellen konnte. Jetzt freue sie sich auf Urlaub nach der anstrengenden aber auch überaus erfolgreichen Saison und dann auf die  Halle. Apropos Halle. In diesem Jahr wird es keinen Weltcup Indoor mehr geben. Als Ersatz wurde eine Indoor Archery World Series aus der Taufe gehoben mit bisher 6 feststehenden (Erweiterung möglich) Turnieren und Orten. Das Finale der Besten aus dem Elite Ranking wird wie gehabt in Las Vegas ausgetragen. Das Elite Ranking kommt dem bisherigen Weltcup noch am nächsten, werden doch die besten 3 Ergebnisse zusammengezählt um sich fürs Finale zu qualifizieren. Allerdings verändert sich die Basis. Es werden Punkte vergeben, deren Höchstzahl für einen Gewinner sich an dem Level des Turniers und damit der Teilnehmerzahl orientiert. Exemplarisch hier die GT Open in Strassen (Luxemburg) Level 250 und Nimes (Frankreich) Level 1000. Daneben wird es ein neugeschaffenes Amateur Ranking und ein Team Ranking geben. Neu neben Nimes und Las Vegas sind Rom, Seoul Macau und Strassen als Austragungsorte. Tom Dielen, Generalsekretär der WA dazu „Die Idee besteht darin, eine Serie von Massenveranstaltungen aufzubauen, die auf erfolgreichen Einzelturnieren aufbaut, um eine Disziplin zu stärken, die von einer großen Anzahl von Freizeitsportlern genutzt werden kann, während eine professionelle Indoor Tour für Spitzensportler angeboten wird.“  Hört sich an wie  Spitzensportler treffen auf Freizeit-und Breitensportler, dem Motto unserer Berlin Open. Aus den bisher bekannten Informationen ergeben sich für mich eine Anzahl von Fragen wie Z.B. muss ich an einer Mindestanzahl von Turnieren teilnehmen um mich fürs Finale zu qualifizieren, weil bestenfalls der Gewinn eines 1000er Turniers gegenüber dem Gewinn von 2 oder sogar 3 Turnieren  der 250er oder 500er steht? Gibt es für das neue Team Ranking eine gesonderte Wertung möglicherweise mit Finale? Hier werden wir auf entsprechende Details warten müssen und werden gegebenenfalls gesondert informieren. Doch zurück zum Clubsport.

Clea Josina ReisenweberClea Josina Reisenweber hatte nicht nur den Quotenplatz errungen sondern auch die interne Qualifizierung für die Jugendolympischen Spiele, kurz YOG genannt, gewonnen. Eine einmalige Gelegenheit, denn wegen der Altersvorgaben kann man nur einmal  bei den alle 4 Jahre stattfindenden YOG teilnehmen und manchen Jahrgängen, egal wie gut man ist, nie. Weiterhin bot sich ihr die Gelegenheit viel von dem den großen Olympischen Spielen ähnlichem Spirit aufzunehmen, war sie doch vom Anfang bis zum Ende der YOG in Buenos Aires vor Ort. Auch sportlich gesehen wird sie von den Erfahrungen auf diesem Niveau profitieren und für spätere Aufgaben gewappnet sein. Die erst 14jährige schlug sich bei ihren Wettkämpfen sehr gut. Im Mixedteam, bei den YOG ein besonderer Wettkampf, da der Partner ein Unbekannter und auch aus einem anderen Land stammt. Die Zusammenstellung erfolgt wie folgt. Nummer 1 der Vorrunde weiblich bekommt als Partner den Vorrundenletzten männlich als Partner und so weiter. Clea schoss zusammen mit dem Italiener Federico Fabrizzi gegen das später Platz 4 belegende Team Neuseeland/Taipeh und schloss mit Platz 17 ab. Im Einzel belegte sie nach der Vorrunde einen hervorragenden 6. Platz. Ihr Erstrundenmatch gegen die Bulgarin Trydvornava ging mit 6:0 klar für Clea aus. Im 1/8 Finale stand sie der Spanierin Elia Canalis gegenüber, die sie bei den Europameisterschaften in Patras noch schlug. Das Match war eng aber die spätere Silbermedaillengewinnerin aus Spanien war immer ein Quentchen sprich Ring vor und gewann mit 6:2. Platz 9. Etwas Enttäuschung schwang bei ihr schon mit, waren etliche 9er sehr knapp an der 10. Ihr Trainer Marc Dellenbach zeigte sich insgesamt zufrieden und prophezeit ihr, wenn sie weiter so an sich arbeitet, eine große Zukunft und auch internationale Medaillen.

Aus Anlass des Saisonendes möchte ich hier in meinem und im Namen des BSC BB Berlin die Gelegenheit nutzen und allen Mitgliedern und Helfern für Ihren Einsatz bei zahlreichen Gelegenheiten und Anlässen auf dem Platz  danken.

Carsten Rauchhaus

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